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Die Deutschen und Ich (Teil 1)
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Jen Offline
ShishaPrinzessin
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Beitrag: #11
RE: Die Deutschen und Ich (Teil 1)
Du bist doch deutsche oder nicht Fanta? Dann kannst du dir die Frage ja selbst beantworten...

Wie so oft gibt's kein schwarz und weiß, sondern etliche Schattierungen. Ich selbst sah Dtl noch nie als solches und wollte nie hier leben/bleiben.

Jetzt mit Kind finde ICH es besser, eben wegen der ganzen Absicherungen die man in anderen Ländern nicht hat.

[Bild: L434AKR.jpg][Bild: L434p1.png]

Wenn man in die falsche Richtung läuft, hat es keinen Zweck, das Tempo zu erhöhen.
12.05.2015 21:15
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Fanta Offline
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Beitrag: #12
RE: Die Deutschen und Ich (Teil 1)
Hat alles Vor- und Nachteile. Aber das was RII geschrieben hat, stimmt eben. Genau so ein Thread mit anderen Punkten könnte man natürlich auch über Tunesien schreiben.
Was mir eben - auch als Deutsche- (oder gerade deshalb) auffällt ist, dass sich Deutsche immer, oder sagen wir meisten, selbst für besser halten. Und wenn jemand mit schlechten Sprachkenntnissen auftaucht auch für weniger intelligent. Aber wer weiß, wenn wir in Tunesien sitzen würden und nur ein paar Brocken Arabisch über die Lippen kriegen, oder nach Amerika auswandern, aber kein English sprechen, denken die Menschen vielleicht genau so von oben herab über einen? Kann ich aber nicht beurteilen, da ich noch nicht ausgewandert bin. Deswegen kenne ich nur die Reaktionen von Deutschen auf Ausländer.
12.05.2015 22:08
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happytunisia
Gast

 
Beitrag: #13
RE: Die Deutschen und Ich (Teil 1)
Wegen dem sprachlichen....

Ich finde es furchtbar wenn Leute auswandern ohne Grundkenntnisse der jeweiligen Sprache. Egal wer wohin geht.

Nun zum nächsten Punkt Arroganz

Ich finde nicht das die deutschen durchgehend Arrogant sind. Es ist bei vielen einfach Skepsis und Ärger der dahinter steckt.

Ein Deutscher darf heutzutage ja nichts mehr sagen bzw kritisieren. Es gibt nur noch rechts oder links. Ein Mittelweg ist ausgestorben.

Jeder Ausländer der nach Deutschland kommt, wird sicher nicht immer mit offenen Armen empfangen, das stimmt. Aber man sollte es sich nicht so einfach machen und einfach sagen das die Deutschen Arrogant sind. Das ist zu einfach gedacht.

Da sollte man doch auch bitte hinterfragen WARUM

Es gibt so viele Ausländische Familien die seit Generationen hier sind und für mich auch als Deutsche zählen. Von denen wirst du nicht hören, das Deutsche ausländerfeindlich sind.


Und weil es mir keine Ruhe lässt....

Trennt ihr bei Eurer Diskussion Ausländer die zum studieren/arbeiten herkommen von denen die ohne jegliche Ausbildung illegal mit Booten kommen?

Vielleicht kann mir ein Tunesier oder Tunesierin mal erklären was sich die jungen Tunesier dabei denken wenn Sie Ihr Leben riskieren um nach Europa zu kommen.

Ich kenne sehr viele junge nicht ausgebildete Tunesier die nach Deutschland gekommen sind (Heirat, Kind, illegal usw), die nach kurzer Zeit feststellen mussten das es auch hier nichts geschenkt gibt.

Viele von denen haben sich dann mit dem Alkohol angefreundet, Schulden gemacht und einige auch zum Dealen angefangen. Diese Leute hinterlassen einen Eindruck und schaden denjenigen die es wirklich schaffen wollen hier Fuß zu fassen.
12.05.2015 22:34
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Fanta Offline
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Beitrag: #14
RE: Die Deutschen und Ich (Teil 1)
Es war auch noch niemand so weit um von Ausländerfeindlichkeit zu sprechen.

Und es ging nicht um Grundkenntnisse, sondern darum, dass man erst voll akzeptiert wird, wenn man Akzentfreies Deutsch Spricht, weil man sonst eben der Ausländer bleibt.

Ich habe auch eine andere Vermutung woher das stammt.
Und zwar aus unserer Nachkriegsgenereation, die Deutschland (zum größten Teil Frauen) vieles mit eigener Hand wieder aufgebaut haben. Die DEutschen haben in der Zeit viel geleistet, viel gearbeitet und viel geschaffen und die Wirtschaft hatte einen enormen Aufschwung, viele haben enorm viel Erfolg gehabt und kleine Firmen groß aufgezogen.. Z.B. Thyssen Krupp. Familienbetriebe konnten zu großen Firmen heranwachsen. Die Produkte waren Gekennzeichnet von Deutscher Qualität und die Arbeitsleitung von Deutschem Fleiß und Ordnung. Darauf konnten wir Deutschen Stolz sein. Und wie wir DEutschland aus einem Nichts wieder aufgebaut haben.
Dieses Gefühl ist aber eben auch noch drei Generationen später nicht verschwunden. Smile
12.05.2015 22:49
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Blondie Offline
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Beiträge: 990
Registriert seit: Dec 2009
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Beitrag: #15
RE: Die Deutschen und Ich (Teil 1)
@happytunsia
Danke, ich wollte gestern auch schon was schreiben, hielt mich aber zurück.
Man muß da echt differenzieren .
Ich denke auch nicht, dass der Deutsche grundsätzlich denkt, er sei der Nabel der Welt. Wodurch einige Deutsche so oder so reagieren ist ja auch nicht von der Hand zu weisen. Die Medien tun ihr übriges ja auch noch hinzu.

Ich habe gerade jetzt die Erfahrung mit einer Medizinstudentin, die aus dem arabischen Raum stammt, mit Studentenvisum hier in D. ist und eigentlich ein 2-wöchiges Praktikum bei uns absolvieren will/muss/soll. (gehört ja zum Studium dazu).
Das sie im gebrochenen Deutsch spricht ist das kleinste Problem, jedenfalls nicht für uns und auch nicht für unsere Patienten. Viel mehr ist es ihre ganze Haltung, uns und den Patienten gegenüber.
Bei uns ist es wirklich herzlich und familiär und trotzdem kommt sie auf den letzten Drücker hier an , wenn sie überhaupt kommt und haut auch schnell wieder ab. Setzt sich nicht zu uns, nicht mal zum frühstücken.
Den einen Tag kam sie gar nicht. Ich sie am nächsten Tag gefragt: Wo warst du gestern?
Sie wieso, ich kann doch einen Tag unentschuldigt fehlen. Ich habe nicht schlecht geschaut und ihr dann in netten Worten vermittelt, dass man sich so nicht verhält und wenigstens anruft, wenn man nicht zur Arbeit kommen kann und den Arbeitgeber informieren muß. Schließlich macht man sich ja auch Sorgen ihr könnte sonst was passiert sein.
Zwei Tage später rief sie an, sie kann nicht kommen sie hat Termin bei der Bank.
Mir fällt dazu persönlich nichts mehr ein, stört mich aber nicht wirklich, aber ein deutscher Arbeitnehmer macht sowas in seiner Freizeit oder nimmt sich dafür Urlaub Wink.
Sie vermittelt uns quasi das Gefühl, dass es sie hier alles nicht interessiert. Nimmt nichts wahr oder für sich an, wenn man sagt, du darfst das und das oder wenn du möchtest komme morgens früher, dann kannst du selber Blutabnehmen, oder oder.
Aber jetzt zum Ende steht sie blöd da und will jetzt unsere Hilfe, weil sie ja für die Uni noch einen Bericht verfassen muss und nicht weiß wie es geht und was sie schreiben soll.
Das ist unschön und ich kann jetzt nur sagen, dass sich die deutschen Studenten, hier in der Praktikumszeit, ganz anders verhalten und viel interessierter sind und versuchen auch Dinge zu erlernen und selbständig zu arbeiten.
Sie macht den Eindruck als müßte sie das Studium machen, hat da aber keine Lust zu. Augen zu und durch. Vielleicht hat der Vater ja "bestimmt", dass sie hier in D. studieren soll..ich weiß es nicht. Aber bei ihr fehlt echt auch die arabische Herzlichkeit die ich sonst so kennengelernt habe.

http://tunesien.nicetopic.net/
-Tunesienforum-
13.05.2015 08:21
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Fanta Offline
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Registriert seit: Sep 2014
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Beitrag: #16
RE: Die Deutschen und Ich (Teil 1)
Hallo Blondie,

ich würde sagen, da hast du mal eine doofe Praktikantin erwischt. Ich hätte wahrscheinlich beim zweiten unentschuldigten Fehlen, das Praktikum abgebrochen und sie hätte sich ein neues suchen könne. Aber manche Menschen scheinen mit so einem Verhalten ja tatsächlich weiter zu kommen. Ich persönlich glaube nicht unbedingt, dass es daran lag, dass sie Araberin ist, aber vielleicht hat sie dieses komme ich heute nicht, dann komme ich morgen in ihrem Land vorgelebt bekommen?
Das ist für mich egoistisch und ebenfalls inakzeptabel. Darauf kann und sollte man entsprechende reagieren.
Hat für mich persönlich aber nichts mit einem pauschalen von oben herab behandeln zu tun, wenn man Deutsch nicht perfekt beherrscht.

Ich sehe es so, viele Chefärzte in den Unikliniken sind aus Ägypten, Syrien, Saudi Arabien (zumindest bei uns) und beherrschen ihr Handwerk perfekt auch ohne perfektes Deutsch zu sprechen.

Ebenso gehe ich davon aus, dass ein Deutscher Arzt in Afrika perfekt arbeitet, auch wenn er die Landessprache dort nicht beherrscht.

Ich denke die Menschen sollten an Ihren Stereotypen arbeiten, wie diesem z.B."Vielleicht hat der Vater ja "bestimmt", dass sie hier in D. studieren soll."
13.05.2015 08:50
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Licht
Gast

 
Beitrag: #17
RE: Die Deutschen und Ich (Teil 1)
(13.05.2015 08:50)Fanta schrieb:  Ich denke die Menschen sollten an Ihren Stereotypen arbeiten, wie diesem z.B."Vielleicht hat der Vater ja "bestimmt", dass sie hier in D. studieren soll."

Ach, und "Deutsche sehen sich als Nabel der Welt" ist kein Stereotyp?

Wenn eine Araberin sich daneben benimmt ist es ein Einzelfall, aber wenn ein Deutscher einen Ausländer von oben heran behandelt, dann sind alle Deutschen so?

Echt, du kommst mir schon ziemlich "gehirngewaschen" vor.
Wollte ja auf deine Beiträge nichts mehr schreiben. Aber mir platzt gerade wirklich der Kragen!
13.05.2015 09:00
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Blondie Offline
Forum-Scriptor
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Beiträge: 990
Registriert seit: Dec 2009
Bewertung 9
Beitrag: #18
RE: Die Deutschen und Ich (Teil 1)
(13.05.2015 08:50)Fanta schrieb:  Hat für mich persönlich aber nichts mit einem pauschalen von oben herab behandeln zu tun, wenn man Deutsch nicht perfekt beherrscht.

Genau darum ging es mir. Ich finde nicht das alle Deutschen pauschal urteilen und von oben herab, siehe unseren Betrieb. Wir haben sie herzlich hier auf genommen und nicht anders behandelt als die vorherigen Studenten auch. Im Gegenteil, ich habe sogar interesse an ihrer Person und Studentenvisum etc. gezeigt und hätte mich gerne mit ihr intensiver darüber unterhalten.

Es ist alles grundsätzlich Mensch und nicht Nation abhängig.

(13.05.2015 08:50)Fanta schrieb:  Ich denke die Menschen sollten an Ihren Stereotypen arbeiten.."

Dann fang mal bei dir an ;-) ausserdem schrieb ich vielleicht..ist das so, weil ich mir sonst nicht erklären kann, wie jemand ein Studium hier in D. fernab der Heimat auf sich nimmt und noch die Sprache lernt, wenn er so unmotiviert ist und lustlos wirkt.

http://tunesien.nicetopic.net/
-Tunesienforum-
13.05.2015 09:01
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happytunisia
Gast

 
Beitrag: #19
RE: Die Deutschen und Ich (Teil 1)
Wenn man mal in der Ausländerbehörde ist, kann man vieles sehen.

Die meisten dort sind nicht Türken/Griechen wie oft vermutet sondern die Chinesen/Japaner. Ich habe noch nirgends eine Beschwerde von Ihnen gegen die Deutschen gehört. Sie sind gut ausgebildet und bereichern unser Land mit Ihrem Wissen und Fähigkeiten. Bei uns in der Stadt gibt es auch eine Gruppe von Tunesischen Akademikern die hier studieren/arbeiten. Wenn man sich mit denen Unterhält kommen auch keine Klagen sondern wünschen sich in Tunesien eine ähnliche Struktur wie hier.

Jede Nation ist vertreten aber Beschwerden hört man meist von denen die ohne Leistung viel erreichen wollen. Sie wundern sich wie viel sie arbeiten sollen und wie wenig Geld sie dafür bekommen. Sie scheitern an Ihrer eigenen Unfähigkeit sich anzupassen.

Wie viele von euch sind in ein anderes Land gegangen um zu leben/arbeiten?

Deutschland bietet jedem tausende Möglichkeiten. Wir haben einen Ausländerbeirat, Dolmetscher fürs Amt werden gestellt, Integrationskurse die vom Staat subventioniert werden, jede grössere Stadt hat Vereine der jeweiligen Kultur, wir haben viele Moscheen usw.

Ich habe in einigen Ländern gelebt und kein Land davon hat mir das geboten. Ich musste mich selbst um die Sprache kümmern, den obwohl jeder englisch konnte, wurde von mir verlangt die Landessprache zu sprechen. Niemand hat mir einen Integrationskurs angeboten. Wenn ich in die Kirche zum beten will kann ich nirgends verlangen das eine gebaut wird Wink

An Deutschland und die Deutschen werden dagegen ständig Forderungen laut und wenn es nicht so läuft wie gewünscht wird uns Arroganz unterstellt.

Es gibt in jeder Kultur und Nation Menschen die einfach dumm/arrogant/******** sind. Das sollte man aber nicht pauschalisieren. Ich kenne Tunesier die hart arbeiten und sich in die Gemeinschaft einbringen und ich kenne Tunesier die durch eine Scheinehe hier einen auf Hartz 4 machen. Deswegen sind aber nicht alle Tunesier ******** und auch nicht alle gut. Und solche Beispiele gibt es auch über Deutsche/Türken/Nigerianer usw

Ich finde Deutschland sehr offen und hilfsbereit gegenüber Ausländern
13.05.2015 11:15
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RileyAnne Offline
ღღღ
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Beiträge: 1.425
Registriert seit: Jan 2012
Bewertung 6
Beitrag: #20
RE: Die Deutschen und Ich (Teil 1)
TOP comment Exc happytunisia!!


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Man muß seine Fehler früh machen, damit man lange von ihnen lernen kann
13.05.2015 11:21
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