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Unruhen in Tunesien
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Wolke Offline
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Beitrag: #1
Unruhen in Tunesien
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40 Tunesier solidarisieren sich mit Protestierenden in ihrer Heimat

Rund 40 Tunesierinnen und Tunesier haben am Donnerstag in Bern ihre Solidarität mit den Protestierenden in ihrer Heimat kundgetan und gegen Staatschef Ben Ali demonstriert.

In Tunesien kommt es seit gut zwei Wochen wiederholt zu Kundgebungen gegen die hohe Arbeitslosigkeit.

Auf dem Berner Helvetiaplatz riefen die Kundgebungsteilnehmer auf Transparenten auch zur Solidarität mit den während den Demonstrationen Verhafteten auf und forderten ein Recht auf Arbeit. Ein Kind skandierte durch ein Megafon Parolen wie «Ben Ali Diktator» und «Eins, zwei, drei - Tunesien frei».

Die Kundgebung vom Donnerstagnachmittag war bewilligt, wie Marc Heeb von der Berner Orts- und Gewerbepolizei auf Anfrage sagte.

Quelle: http://www.bernerzeitung.ch/region/bern/...y/22168257

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30.12.2010 16:41
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Wolke Offline
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Beitrag: #2
RE: Unruhen in Tunesien
Massenproteste in Tunesien: Aufstand im Urlauberparadies

Blutige Massenproteste und das harte Vorgehen der Sicherheitskräfte erschüttern seit Tagen das beliebte Reiseziel Tunesien. Ausgelöst wurde die Protestwelle in dem autoritär regierten Land von einem verzweifelten Uniabsolventen. Dieser zündete sich wegen der Aussichtslosigkeit, einen Job zu finden, selbst an. Doch die Proteste, die sich auch auf die Hauptstadt Tunis ausweiteten, richten sich längst gegen das Regime von Präsident Zine el Abidine Ben Ali selbst. Dieser kündigt nun an, mit „voller Härte“ zu reagieren. Denn auf dem Spiel steht auch das Image des Landes als Urlauberparadies.

Quelle: http://orf.at/stories/2033587/

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30.12.2010 16:43
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Wolke Offline
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Beitrag: #3
RE: Unruhen in Tunesien
Tunesien: Polizei schlägt Sozialprotest brutal nieder

Seit Tagen kommt es in mehreren Städten immer wieder zu Demonstrationen. Bisher sind zumindest zwei Tote durch Erschießen und Selbstmord zu beklagen. Polizei trieb Kundgebung mit Schlagstöcken auseinander.

Wien/Tunis/Hd/Ag. Feine Sandstrände an der herrlichen Mittelmeerküste, einsame Wüstengebiete mit fruchtbaren Oasen und Dattelpalmen, Märkte mit pseudoorientalischem Touristenkitsch: Das ist das Tunesien, das man im Westen kennt.


Die Nachrichten, die in den vergangenen Tagen aus dem nordafrikanischen Staat kamen, zeigen ein anderes Bild. Ein Bild, wie es Menschenrechtsorganisationen und jene Dissidenten, die ein offenes Wort riskieren, seit Jahren zeichnen: das eines autoritären Regimes, das jeglichen Protest im Keim erstickt. Seit zehn Tagen gehen die Menschen in mehreren Städten Tunesiens wegen sozialer Missstände auf die Straße, und die Sicherheitskräfte gehen mit Härte dagegen vor; es gibt Berichte über Dutzende Verletzte.

vollstädniger Artikel unter: http://diepresse.com/home/politik/aussen...k/index.do

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30.12.2010 16:45
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Mahboulily Offline
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Beitrag: #4
RE: Unruhen in Tunesien
Mein Mann verfolgt auch ständig die Nachrichten in Tunesien via Internet und meint wohl da könnte noch ein Krieg ausbrechen.....rollyes

Ich hoffe doch mal nicht, dass es so sehr eskalieren wird.

[Bild: 255.png]
30.12.2010 16:49
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Nela Offline
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Beitrag: #5
RE: Unruhen in Tunesien
Aufstand im Urlaubsparadies: Was ist los in Tunesien?

Von Nina Fargahi, Tunis

Ein vermeintlich kleiner Zwischenfall löste Protestwellen aus, die sich mittlerweile über mehrere Regionen des Landes erstrecken. Die Bilanz: Mehrere Selbstmorde, ein erschossener Teenager und viele Verletzte.

Wieder zirkuliert ein verwackelter Amateurfilm im Internet. Es zeigt einen Jugendlichen auf der Strasse, wie er sich bückt, nach einem Stein greift und diesen mit aller Wucht gegen einen Polizisten schleudert. Zwei uniformierte Polizisten mit Schlagstöcken nähern sich. Der Jugendliche zupft an seinem Hemd und bückt sich erneut, um einen weiteren Stein aufzuheben. Die Kamera schwenkt zuerst zum Boden, dann bricht der Film ab.

Was ist los in Tunesien? Ausgelöst wurden die Proteste am 17. Dezember in Sidi Bouzid, einer Provinzstadt im Herzen Tunesiens. Der 26-jährige arbeitslose Hochschulabgänger Mohamed Bouzizi verkaufte Früchte und Gemüse auf der Strasse, ohne Genehmigung der Behörden. Als das auffliegt und seine Waren von der örtlichen Polizei beschlagnahmt werden, übergiesst er sich an einer Tankstelle mit Benzin und zündet sich an.

Zweiter Selbstmord löst Kettenreaktion aus

Daraufhin solidarisieren sich die Ortsbewohner spontan zu Protesten auf den Strassen. Die Sicherheitskräfte sperren die Stadt ab. Am Mittwoch begeht ein zweiter arbeitsloser Hochschulabgänger in Sidi Bouzid Selbstmord. Und plötzlich ergibt sich daraus eine Kettenreaktion: Ein arbeitsloser Jungakademiker wirft sich im nördlichen Nabeul vor einen Zug, und zwei weitere Jugendliche im Süden des Landes begehen Suizid.

Am Freitag zündeten die Protestierenden Polizeiautos, Züge und das Parteigebäude der Präsidentenpartei an. Die Polizei schoss in die Menge und tötete den 18-jährigen Mohamed Amari.

Demonstrationen sind eine Seltenheit

Bis zum Wochenende haben sich die Proteste bis in die Hauptstadt Tunis ausgebreitet und gehen da weiter. Die stark zensierte tunesische Presse ist bemüht, die Ereignisse zu ignorieren. Internationale Medien zeigen wenig Interesse. Doch, wer das Land nicht nur als Urlaubsparadies kennt, weiss, dass diese Proteste bedeutsam sind. Proteste und Demonstrationen sind eine Seltenheit, vor allem, wenn sie gleichzeitig in mehreren Regionen des Landes stattfinden und die reelle Gefahr von Verhaftung und Folter droht.

Regierung hat sich überschätzt

Was lässt sich daraus schliessen? Erstens, die straff geführte Herrschaft von Zinedine Ben Ali, die seit 23 Jahren anhält, steht auf wackligen Beinen. Zweitens, die Tunesier haben ihre Angst vor der Repression überwunden.

Die Arbeitslosigkeit ist in Tunesien ein grosses Problem. Offiziell beträgt sie 14 Prozent, jedoch bestätigen Botschaftsstudien, dass die Arbeitslosigkeit in bestimmten Regionen bei über 40 Prozent liegt. Vor allem junge Hochschulabgänger sind davon betroffen. Die Regierung hat sich wohl überschätzt, als sie offiziell ein jährliches Wirtschaftswachstum von fünf Prozent angegeben hat. (DerBund.ch/Newsnetz)

Erstellt: 29.12.2010, 17:55 Uhr

http://www.derbund.ch/ausland/naher-oste...y/12728952
30.12.2010 17:10
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Azisa
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Beitrag: #6
RE: Unruhen in Tunesien
Hallo, finde es gut, dass Ihr über die Misstände hier berichtet.

Wurde Zeit, dass die Menschen es sich nicht länger gefallen lassen und auf die Str. gehen.
Nur sehr bedauerlich,dass Menschen sterben müssen.
Ich hoffe nur, dass es nicht alles umsonst ist.

Die Polizei geht grausam vor.
30.12.2010 17:37
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Wolke Offline
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Beitrag: #7
RE: Unruhen in Tunesien
Minister nach Protesten entlassen

In Tunesien ist ein Minister wegen der sich ausweitenden Proteste gegen die Arbeitslosigkeit im Land entlassen worden. Kommunikationsminister Ussama Romdhani musste seinen Posten räumen. Die Proteste begannen vor knapp zwei Wochen, mindestens zwei Menschen kamen bisher ums Leben.
Wegen der sich ausweitenden gewaltsamen Proteste gegen die Arbeitslosigkeit in Tunesien ist am Mittwoch ein Regierungsmitglied entlassen worden. Kommunikationsminister Ussama Romdhani musste seinen Posten räumen, der Innenminister behielt trotz Rücktrittsforderungen der Opposition sein Amt. Seit Beginn der Proteste vor knapp zwei Wochen kamen mindestens zwei Menschen ums Leben, darunter ein Demonstrant, der von der Polizei erschossen wurde.

Staatschef Zine El Abidine Ben Ali rief in einer Fernsehansprache am Dienstagabend zur Ruhe auf und kündigte harte Strafen für die Verantwortlichen an. Zugleich sagte er weitere Maßnahmen zu, um die Schaffung von Arbeitsplätzen voranzutreiben und warf ausländischen Medien Manipulation im Zusammenhang mit der Gewalt vor.

vollstädniger Artikel unter: http://www.focus.de/politik/weitere-meld...85820.html

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30.12.2010 18:04
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Gafsa
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Beitrag: #8
RE: Unruhen in Tunesien
30.12.2010 19:59
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Wolke Offline
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Beitrag: #9
RE: Unruhen in Tunesien
29. Dezember 2010, 18:08

Dem tunesischen Regime gelingt es meist hervorragend, Nachrichten über Demonstrationen im Land nicht nach außen dringen zu lassen

Dem tunesischen Regime gelingt es meist hervorragend, Nachrichten über Demonstrationen im Land nicht nach außen dringen zu lassen. Und dort, das heißt in Europa und in den USA, ist man auch wenig begierig, davon zu erfahren: Denn nicht selten handelt es sich um Proteste gegen die US-freundliche Politik des tunesischen Langzeitpräsidenten Zine El-Abidine Ben Ali. Mit ihr - und dadurch, dass er den Touristen, auch aus Österreich, in der Regel erfolgreich die Islamisten vom Hals hält - erkauft er sich in der freien Welt die Gleichgültigkeit darüber, was in Tunesien passiert.

Nun jedoch stellt ihm die Wirtschaft ein Bein. Den Daten nach geht es Tunesien dabei gar nicht so schlecht, aber die staatlichen Ökonomen haben, obwohl das Land ja vergleichsweise klein ist, vor lauter Prestigeobjekten an der - besser sichtbaren - Küste auf das Hinterland und die Peripherie vergessen. Dort ist das Elend besonders groß - und ebenso die Zahl der arbeitslosen und zornigen jungen Männer, die sich nicht, wie in den nördlichen Touristengebieten, irgendwie über Wasser halten können.

Da sich die Proteste nicht an der Frage von Freiheit und Demokratie entzündet haben, ist es auch für Sektoren der tunesischen Gesellschaft, die eigentlich in einem Klientelverhältnis zum Regime stehen, leichter, ein bisschen Unmut zu äußern. Gerade dieses gemeinsame Dampfablassen könnte Ben Ali helfen, den Deckel danach weiter draufzuhalten. Darunter brodelt es jedoch gewaltig. (Gudrun Harrer/DER STANDARD, Printausgabe, 30.12.2010)

Quelle: http://derstandard.at/1293369705532/Prot...pfablassen

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30.12.2010 20:23
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Wolke Offline
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Beitrag: #10
RE: Unruhen in Tunesien
Tunesien steht auf

Ausgelöst durch den Selbstmord zweier junger Männer begannen Mitte Dezember in Tunesien Proteste nie da gewesenen Ausmaßes gegen das autoritäre Regime des Präsidenten Zine el-Abidine ben Ali – Grund genug für die Weltöffentlichkeit, mal wieder elegant wegzuschauen.

Nein zum Elend und Nein zur Arbeitslosigkeit! – das waren die letzten Worte des arbeitslosen Jungakademikers Mohamed Bouzizi aus Sidi Bouzid, bevor er sich Mitte Dezember mit Benzin übergoss, sich selbst anzündete und an seinen schweren Verletzungen starb. Polizeibeamte hatten kurz zuvor seinen Wagen und die darin befindlichen Lebensmittel beschlagnahmt und damit die bescheidenen Pläne Bouzizis, als Gemüsehändler die Familie durchzubringen, torpediert. Ein Selbstmord, geboren aus Verzweiflung und Protest, jedoch verbunden mit einem berufsbiographischen Misskontext, der stellvertretend Massen junger Tunesier betrifft: Endstation Arbeitslosigkeit. Vor allem junge Akademiker trifft es – knapp 30 Prozent von ihnen landen direkt nach der Universität im Erwerbslosenstatus. Und der Tropfen, den Bouzizi mit seinem Suizid in den brodelnden Kessel warf, brachte anscheinend das Fass zum Überlaufen: Es folgten Proteste, zunächst in Bouzizis Heimatort Sidi Bouzid, dann nach und nach in weiteren Städten Tunesiens und auch in der Hauptstadt Tunis. Zudem ein weiterer Selbstmord: Ein junger Mann kletterte einen Strommast hoch und verkündete einen an Bouzizi angelehnten Protestruf nach Abschaffung von Armut und Elend, bevor er seine Hand an die Stromleitung legte. Seitdem sind mehrere tausend Tunesier auf den Straßen gewesen, um zu protestieren – das mag mancher Seele unseres Landstrichs, nach deren Gusto eine extraordinär anmutende Protest-Veranstaltung erst im fünfstelligen Bereich die Bezeichnung „Massenkundgebung“ verdient, lächerlich klein vorkommen, ist jedoch eine Courage-Sensation für Tunesien und die arabische Welt insgesamt. Und es wird spannend werden, wenn am 3. Januar die tunesische Universitätspause vorbei sein wird und sich gegebenenfalls die Studenten zum Protest organisieren werden.

Die paradiesische Diktatur....

vollständiger Artikel unter: http://www.philibuster.de/themen/alte-we...t-auf.html

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