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Die Illegalen von Lampedusa
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nabeul30 Offline
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Beitrag: #21
RE: Die Illegalen von Lampedusa
Brüssel und Rom: Schweres Unglück vor Tunesien offenbar bestätigt.
Die Europäische Union hat Italien bei der Bewältigung des Flüchtlingsstroms aus Nordafrika Hilfe angeboten.
EU-Innenkommissarin Malmström schlug die Entsendung von Grenzschutzexperten vor. Allerdings sei aus Rom noch keine entsprechende Hilfsanfrage eingegangen.
Unterdessen bestätigen sich offenbar Meldungen, wonach bei einem Unglück mit einem Flüchtlingsboot vor der tunesischen Küste bis zu 40 Menschen getötet wurden.


http://www.sr-online.de/nachrichten/29/1185532.html
@ Anny
Eine weiterleitung der Flüchtlingsströme in andere EU-Staaten ist derzeit nicht möglich. Das sogenannte Dublin 2 Abkommen legt fest, dass Asylbewerber bis zur Prüfung ihrer Anträge in dem Land bleiben müssen, in dem sie europäischen Boden betreten haben.



http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,...69,00.html

http://www.helft-tunesien.org/
14.02.2011 15:02
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nabeul30 Offline
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Beitrag: #22
RE: Die Illegalen von Lampedusa
Flüchtlingswelle: Tunesien riegelt Küstenstreifen ab.

Die tunesische Uebergangsregierung reagiert auf die gewaltige Flüchtlingswelle eigener Landsleute in Richtung Italien. In der Küstenregion Gabès seien mittlerweile alle möglichen Fluchtwege blockiert.




http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1111385

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14.02.2011 17:09
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Wolke Offline
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Beitrag: #23
RE: Die Illegalen von Lampedusa
Tunesien will keine italienischen Polizisten im Land

Tunesien hat verärgert auf den Vorschlag Italiens reagiert, italienische Polizisten zur Grenzsicherung in dem nordafrikanischen Land einzusetzen.

"Tunesien ist überrascht über diesen Vorschlag und bekräftigt, dass es kategorisch jegliche Einmischung in seine inneren Angelegenheiten und jegliche Verletzung seiner Souveränität ablehnt", zitierte die amtliche Nachrichtenagentur das Außenministerium am Montag. Zugleich erklärte sich das Land bereit, gemeinsam mit befreundeten Staaten nach einer humanen und würdigen Lösung für das Problem der illegalen Migration zu suchen. Am Montagabend sollte der Italiens Außenminister Franco Frattini zu Gesprächen mit dem Übergangsministerpräsidenten Mohamed Ghannouchi in Tunesien eintreffen.[...]

Quelle: http://de.reuters.com/article/worldNews/...4420110214

Senden Sie TUNESIEN an 81190(5.00 EUR/SMS gehen an Helft Tunesien e.V., 0.17€/SMS an den Mobilfunkanbieter, nur aus D möglich)
14.02.2011 22:02
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tounsia Offline
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Beitrag: #24
RE: Die Illegalen von Lampedusa
Flüchtlingsansturm: Rom will mehr Soldaten und Geld
Rom (dpa) - Italien will mehr Militär einsetzen und verlangt Geld aus Brüssel, um den Flüchtlingsansturm aus Tunesien bewältigen zu können. Die Regierung in Rom sei gebeten, 200 zusätzliche Soldaten zur Kontrolle der Auffanglager abzukommandieren.

http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1111467
Vive La Tunisie!!

إذا رأيتَ نيوبَ الليثِ بارزةً فلا تظنّ أنَّ الليثَ يبتسمُ
"ربّ اجعل هذا البلد آمنا وارزق أهله من الثمرات"
14.02.2011 22:51
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nabeul30 Offline
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Beitrag: #25
RE: Die Illegalen von Lampedusa
Europa setzt auf schauerliche Abwehr.
Ich finde das eine Interessante These



http://www.tagesschau.de/ausland/intervi...el100.html

http://www.helft-tunesien.org/
14.02.2011 23:07
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saharni
Gast

 
Beitrag: #26
RE: Die Illegalen von Lampedusa
Droht ein zweiter Aufstand?

Die 5000 überwiegend junge Menschen haben sich trotz der Veränderng auf den Weg in eine Zukunft gemacht, die ihnen immer noch sicherer erscheint als die Perspektiven in der Heimat.
Die andauernde Ungeduld der Jugend könnte zu neuen Aufständen führen. Und zu erneuten Massenfluchten.
Est wenn sozialpolitische und ökonomische Veränderungen die Lebenslage der Menschen spürbar verbessern, kann von einer Revolution gesprochen werden.....

http://www.n-tv.de/politik/politik_komme...07526.html






LG
14.02.2011 23:55
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nabeul30 Offline
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Beitrag: #27
RE: Die Illegalen von Lampedusa
Wir sind gegen einen Aufteilungsmechanismus


Deutschland hat sich gegen die Forderung, die aus Tunesien nach Italien geflüchteten Menschen auf die EU- Mitgliedstaaten aufzuteilen, ausgesprochen. Der Parlamentarische Innen-Staatssekretär Ole Schröder (CDU) erklärte: "Wir sind gegen einen Aufteilungsmechanismus". Schröder wies daraufhin, dass nicht nur die südlichen EU-Mitglieder von den Flüchtlingsströmen betroffen sind.


http://www.focus.de/politik/weitere-meld...00084.html

http://www.helft-tunesien.org/
15.02.2011 11:45
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Sasta Offline
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Beitrag: #28
RE: Die Illegalen von Lampedusa
Liebe Forenleser,
ich bin Radiojournalistin und arbeite für den WDR. Uns beschäftigen die Ereignisse in Tunesien und der arabischen Welt natürlich sehr. Wir berichten sehr ausführlich darüber. Die Flüchtlingswelle wird sicher noch einige Zeit anhalten. Ich würde gern einmal mit jemandem sprechen, der eine ähnliche Geschichte erlebt hat. Der/die vielleicht vor vielen Jahren als Flüchtling aus Tunesien gekommen ist, vielleicht sogar ebenfalls mit einem Schlepperboot... Ich würde gern eine Art Radioporträt einer Flüchtlingsgeschichte machen, im Rückblick erzählt. Da der WDR der Sender für Nordrhein-Westfalen ist, wäre es natürlich am besten, wenn ich jemanden hier aus dem Sendegebiet finden könnte. Wenn nicht, findet sich aber sicher auch eine Lösung.
So oder so wäre ich sehr daran interessiert, mit Menschen zu sprechen, auch einfach nur zu Informationszwecken, die Familie/Freunde in Tunesien haben und die aktuelle Lage vor Ort aus der Innenperspektive kennen.
Für jede Rückmeldung wäre ich dankbar!

Bei Interesse bitte eine Privatnachricht senden.
15.02.2011 12:21
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nabeul30 Offline
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Registriert seit: Jan 2011
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Beitrag: #29
RE: Die Illegalen von Lampedusa
1000 Euro für ein neues Leben.

Ein Flüchtling berichtet von seiner gescheiterten überfahrt nach Italien

Tunis-Für seinen Traum von einem besseren Leben hätte Abdelhamid Betaib beinahe mit dem Leben bezahlt. " Ich hatte schon den Tod vor Augen", sagte der 18-Jährige, der noch ganz erschöpft von den Strapazen seines dramatisch gescheiterten Fluchtversuchs ist. Der arbeitslose Maschienenbauer sah für sich auch nach dem Sturz von Präsident Zine al-Abidine Ben Ali einfach keine Zukunft mehr in Tunesien. Am Freitag bestieg er deshalb ein viel zu voll besetztes Boot in richtung Italien. Aber noch vor der Küste des nordafrikanischen Landes kippte der überladene Kahn um. Mindestens drei Menschen starben. Dass er überlebte, grenzt für Betaib an ein Wunder.

"Ich wollte weg, um eine Arbeit zu finden", sagte Betaib. " Wegen der Unruhen ist die Lage in Tunesien schwierig, Unternehmen haben geschlossen und ich wollte mein Glück in Europa finden", ergänzt der junge Mann. Mit seinen 18 Jahren hat Betaib bereits ein Diplom. Doch ein Universitätsabschluss ist in Tunesien kein Garant für einen Job. Die Arbeitslosenquote unter Akademikern könnte nach Ansicht von Experten in diesem Jahr fast die 60-Prozent-Marke erreichen. Die versprochene wirtschaftlichen und sozialen Reformen brauchen nach der jahrzentenlangen Herrschaft des Ben-Ali-Clans Zeit. Vielen bleibt als Ausweg deshalb nur die gefährliche Ueberfahrt nach Europa.

Abdelhamid Betaib kratzte dafür seine Ersparnisse zusammen. 2000 tunesische Dinar (etwa 1000 Euro) zahlte er an Schmuggler. Wie er hatten sich rund 75 andere Flüchtlinge einen Platz auf dem Boot gesichert. Alle zwischen 15 und 30 Jahren alt und auf der Suche nach einem Job. Am Strand von Zarzis im Süden Tunesiens, nahe der Insel Djerba, trafen sie sich. In kleinen Booten fuhren die Schleuser sie zu einem etwas grösseren Kahn. Doch der war völlig überladen. "Das Boot fing an zu schwanken und als die Jugendlichen sich bewegt haben, ist es umgekippt", sagt Betaib. Sein Kampf ums Ueberleben begann.

"Ich habe mit allen Kräften versucht, an der Wasseroberfläche zu bleiben, aber ich hatte schon zu viel Wasser geschluckt und begann unterzugehen", sagt Betaib. "Meine Brust war voll Wasser, ich war müde und dachte, ich würde sterben." Doch plötzlich spürte er die Hand eines anderen Flüchtlings, der ihn nach oben zog. In den Wellen trieben sie kilometerweit, bis ein Fischer sie in sein Boot hievte. Zwei Leichen habe er gesehen, von einem dritten Toten habe er gehört, berichtet Betaib. Er selbst wurde an der tunesischen Küste von Soldaten in ein Krankenhaus gebracht.

Wie der junge Maschienenbauer Betaib riskieren tausende Flüchtlinge aus Tunesien in den vergangenen Tagen bei der gefährlichen Ueberfahrt in Richtung Italien ihr Leben.



http://www.welt.de/print/welt_kompakt/pr...Leben.html

http://www.helft-tunesien.org/
15.02.2011 12:58
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Blondie Offline
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Registriert seit: Dec 2009
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Beitrag: #30
RE: Die Illegalen von Lampedusa
Oh man..das ist ja echt furchtbar und zeigt ja eigentlich wie verzweifelt viele sind und keinen anderen Ausweg sehen...unvorstellbar....

Trotz allem Frage ich mich schon wie die ganzen jungen Männer--so hieß es in den Nachrichten, die meisten Flüchlinge seien zwischen 20-30 Jahre alt, wie diese das viele Geld zusammen bekommen, um diese Fahrten zu bezahlen.
Also für unsereins sind ja 1000 Euro schon ganz viel Geld, aber für ein Tunesier ist das ja fast schon ein Vermögen.

LG

http://tunesien.nicetopic.net/
-Tunesienforum-
15.02.2011 14:03
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