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Kinder von einem Moslem...
Verfasser Nachricht
Mounira
Gast

 
Beitrag: #21
RE: Kinder von einem Moslem...
Ob man das jetzt glauben will, oder nicht auch ich kenne eine Familie, bei der der muslimische Vater die Kinder hat taufen lassen und diese jetzt Christen sind.

Es gibts auch das, denn genauso, wie ein Moslem Alkohol trinken kann, wenn auch es nicht so erlaubt ist, so kann er seinen Kindern die Taufe erlauben, auch wenn das so im Koran nicht vorgesehen ist!


Da keiner von uns jemals vor Gott stand und weiß wie dieser handeln wir, soll meiner Meinung nach jeder tun, was er/sie für richtig hält!
Nur Gott kann uns Menschen bestrafen und da wir jeder selbst genug Fehler machen, sollte man sich nicht über in das Leben anderer einmischen, oder sich über diese aufregen, oder???
27.01.2009 11:23
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Törtchen Offline
Senior Mitglied
***

Beiträge: 201
Registriert seit: Aug 2008
Bewertung 1
Beitrag: #22
RE: Kinder von einem Moslem...
So ihr Lieben

Möchte ich hierzu auch noch etwas schreiben Big Grin

Mein Partner und ich haben dieses Thema vor ein paar Monaten besprochen. Wir sind zu der Entscheidung gekommen, dass wir unsere Kinder nicht taufen lassen wollen, sondern wir wollen den Kindern unsere beiden Religionen vorleben. So können sie, beim Erreichen des urteilsfähigen Alters selbst entscheiden, welchen Glauben sie annehmen und danach leben möchten.

Auch in meiner Familie wurden zwei Religionen ausgeübt und ich konnte selbst entscheiden, nach welchem Glauben ich leben möchte. Ich habe dies als sehr positiv erlebt und möchte dies auch mit meinen Kindern so handhaben.

Ich finde es auch falsch ein Kind in eine Religion reinzupressen, jeder muss selbst entscheiden können, an was er glauben will.

Gruss Törtchen
27.01.2009 12:01
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naschib Offline
Neu

Beiträge: 13
Registriert seit: Nov 2008
Bewertung 3
Beitrag: #23
RE: Kinder von einem Moslem...
Hallo an Alle!

@Hajar: Ich wollte weder dich noch deine Erziehungsmethoden in Frage stellen. Hier geht es jedoch um bireligiöse Paare(Vater Moslem,Mutter Cristin) und zu dem gehörst du nicht, also ist es logisch, wenn dein Mann und Du dem Islam angehören, dass du deine Kinder auch nach diesem erziehst. Wenn die Frau aber gläubige Christin ist dann ist es meiner Meinung nach anmassend wenn der Mann behauptet, nur seine Religion sei die richtige. In diesem Fall rate ich, Moslem bleibt bei Muslimin und Christin bei Christ dann gibt es auch keine Probleme.

So nun, zu meiner Person!

1. Habe ich keinen arabischen Namen sondern einen französischen, mein
Bruder hingegen hat einen arabischen Namen.

2. Ich wurde beschnitten, mein Bruder nicht.

3. Ich habe nicht geschrieben, dass wir ohne Glauben erzogen worden sind sondern das wir nicht getauft und auch nicht muslimisch(so wie es der Koran vorsieht) erzogen wurden.

4. Wie kann ich ohne Religion an Gott glauben? Glaube findet im Herzen statt und nicht in irgendeiner Glaubensgemeinschaft.

5. Uns wurden beide Glaubensrichtungen mit auf den Weg gegeben. Wenn wir in Tunesien war, dann wurde sowohl das grosse als auch das klein Eid gefeiert. Zuhause in Deutschland feierten wir Weihnachten und Ostern, mit der ganzen Familie.

6. Ja ich esse Schwein, ich trinke ab und zu Alkohol und ich rauche.
Bin ich deshalb ein Sünder? Ich glaube nicht, denn vor Gott gibt es nur
gute und schlechte Menschen.

Meine Eltern haben für sich die goldene Mitte gefunden und sie haben uns das bestmögliche mit auf den Weg gegeben und dafür danke ich meinen Eltern.

Gruss Naschib

FeWo - Tunesien
http://www.tunesieninfo.de
[Bild: Strand.gif]
27.01.2009 20:25
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Hajar
Gast

 
Beitrag: #24
RE: Kinder von einem Moslem...
Salam Najib,

danke für deine Ausführung. auch mir lag es fern die Entscheidungen deiner Eltern in Frage zu stellen.
Sicher, du hast Recht, für mich und meinen Mann gab es diese Problematik nicht, elhamduallah. Deshalb bin ich natürlcih auch nicht objektiv, auch da muß ich dir zustimmen.
Ich muß Dir den Islam nciht erklären, denn ich denke du kennst ihn gut und weißt warum uns Muslimen das Trinken und Rauchen verboten ist. :-)
Für dieses Thema, so meine Meinung, gibt es, wie für viele andere, keine pauschale oder richtige Antwort.

Es kommt immer darauf an, welcher Moslem welche Christin heiratet.

In diesem Sinne wünsche ich allen bireligiösen Paaren, die Kinder bekommen, dass ihre Kinder ihnen mal so danken, wie du Najib deinen Eltern und dass Allah sie rechtleitet.
28.01.2009 07:30
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benamor Offline
Vollzeit-Mama
**

Beiträge: 125
Registriert seit: Jun 2010
Bewertung 0
Beitrag: #25
RE: Kinder von einem Moslem...
So wie Hajar geschrieben hat:Wenn man sich von einem Moslem schwängern lässt muss man dem Kind zuliebe,mit den "Konsequenzen"leben,das es automatisch Moslem ist....
Ich finde anders herum,ist der Mann sich aber doch wohl durchaus bewusst das er eine Deutsche geschwängert hat.Und grösstenteils,wenn man hier vom Forum spricht,leben die Männer ja hier in Deutschland.
Ich denke da sollte man dem Kind zu liebe ein gutes Mittelmass finden und ihnen GAR KEINEN GLAUBEN aufzwingen!!
Man sollte sie in beides reinschnuppern lassen...entscheiden ob überhaupt und wie sie glauben wollen,können sie doch erst als Erwachsene selbst entscheiden.Und diese Möglichkeit sollte man den Kindern geben!!Ob binationale Kinder oder nicht...

Freunde sind die Familie,
die man sich aussuchen kann.
06.11.2010 14:29
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LULU
Gast

 
Beitrag: #26
RE: Kinder von einem Moslem...
Genau meine Rede benamor!

Ich wiederhole mich zwar aber: Im ISLAM ist das Kind moslimisch wenn der Vater Moslem ist. Da wir dt. Frauen meist christlich ist, warum sollte das für uns Gültigkeit haben?? Ist ne echte Frage. Da müßte man auch behaupten, dass wenn eine Christin einen Moslem heiratet mit den Konsequenzen leben muß und von nun an der Islam Religion des Hauses ist! Oder???

Ich sehe das ganz und gar nicht so.

LG LULU
06.11.2010 14:55
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Ahmed
Gast

 
Beitrag: #27
RE: Kinder von einem Moslem...
(06.11.2010 14:55)LULU schrieb:  Genau meine Rede benamor!

Ich wiederhole mich zwar aber: Im ISLAM ist das Kind moslimisch wenn der Vater Moslem ist. Da wir dt. Frauen meist christlich ist, warum sollte das für uns Gültigkeit haben?? Ist ne echte Frage. Da müßte man auch behaupten, dass wenn eine Christin einen Moslem heiratet mit den Konsequenzen leben muß und von nun an der Islam Religion des Hauses ist! Oder???

Ich sehe das ganz und gar nicht so.

LG LULU

Eben, der Glaube daran ist genau dasselbe, als ob ein Katholik oder ein Evangeliker an irgendetwas aus seinem Glauben glaubt - der andere muß es nicht tun, und zudem glauben auch nicht alle, die Mitglied einer Religion sind, überhaupt an alles oder auch nur an die Mehrzahl der Glaubensinhalte.

Mit Moslems ist das ganze nur in den letzten 20 Jahren von interessierter Seite richtig hochgepuscht worden, so daß heutzutage jeder Westler (und zunehmend sogar sie selbst) glaubt, daß Moslems ganz besonders strikte Gläubige sind. Ich selbst sehe sie (den Durchschnitt) nicht viel anders, als durchschnittliche Katholiken in den 60er und 70ern in Deutschland.
06.11.2010 15:15
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bastiana Offline
Aktives Mitglied
**

Beiträge: 97
Registriert seit: Aug 2010
Bewertung 0
Beitrag: #28
RE: Kinder von einem Moslem...
Wie kann ein Kind eine Religion erben? Kind eines Moslems wird Moslem, Kind einer Christin wird Christ? Kind von Moslem und Christ wird Chrisolem? Ich halte das für quatsch!

Ich finde zwar auch, dass man Kinder einen Bezug zu Gott beibringen sollte, aber das geht schließlich auch mit verschiedene Religionen. Wenn das Kind alt genug ist, kann es sich selber entscheiden! Jetzt schon darüber zu entscheiden ob ein Mädchen später mal einen Moslem heiraten MUSS, finde ich ziemlich anmaßend...das wird sie wohl selber entscheiden wollen! Und wenn ein Moslem eine Christin heiraten kann wird wohl eine Muslima auch einen Christen heiraten dürfen. Wo ist da der Unterschied?

Taufe als Ticket ins Fegefeuer? Christen als Ungläubige? Das steht aber nicht im Koran. Christen galten als dhimmis, als Anhänger vorgegangner Offenbarungen und Besitzer einer "heiligen Schrift", wenn auch mit Abstrichen.
Ich persönlich glaube an die Einheit der Religionen.Es gibt nur einen Gott. Er erschuf die Welt und alles, was darinnen ist.Der Mensch kann Gott nicht unmittelbar begreifen, da alle Mittel, mit denen der Mensch Erkenntnis erlangt - seine Sinne, seine Vernunft und sein Verstand - begrenzt sind, während Gott der Unbegrenzte und Unbedingte ist. Selbst der gelehrteste Mensch kann nicht beanspruchen, eine zutreffende Vorstellung von Gott zu haben.

Auch wenn der Mensch Gott nicht direkt erfassen kann, so gibt sich Gott durch Seine Boten zu erkennen. Die Verbindung zwischen Gott und dem Menschen wurde in der Menschheitsgeschichte nicht nur einmal, endgültig oder unüberbietbar geknüpft z.B. durch Moses oder durch Jesus Christus, sondern bestand von Anfang an und wird immer bestehen bleiben. Alle großen Religionen sind göttlich in ihrem Ursprung.

"Denn es gibt nur einen Gott und eine Menschheit, und das einzige Glaubensbekenntnis der Propheten ist das der Liebe und Einheit."

('Abdu'l-Bahá, Promulgation S. 410)

Das Wirken Gottes enthüllt sich in jeder Religion entsprechend den Rahmenbedingungen der jeweiligen Zeit. Der Schwerpunkt und der Enthüllungsgrad ist vorherbestimmt:

"Denn jedes Zeitalter fordert ein neues Maß an Gottes Licht. Jede göttliche Offenbarung wurde so herabgesandt, wie es den Verhältnissen des Zeitalters entsprach, in dem sie erschien"

(Bahá'u'lláh, Ährenlese 34:7)

Die Unterschiede zwischen den Religionen tragen dem Umstand Rechnung, dass sie einerseits die Bedürfnisse der Zeit verschiedene waren, andererseits das Fassungsvermögen der Menschheit entsprechend ihrem entwicklungsgeschichtlichem Stand zunimmt.
Ich finde auch garnicht dass sich die Kinder unbedingt entscheiden müssen. Das wäre dann ja genauso als ob sie sich entscheiden müssten ob sie tunesisch oder deutsch sein wollen. Sie sind einfach beides, ob sie wollen oder nicht. Und das ist ja auch unglaublich wichtig und bereichernd. Eine neue Generation, hervorgegangen aus multireligiösen Ehen könnte viel bewegen im Dialog der Religionen

Es rühme sich nicht, wer sein Vaterland liebt, sondern wer die ganze Welt liebt. Die Erde ist nur ein Land und alle Menschen sind seine Bürger.

Bahaullah
07.11.2010 00:39
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Kirsche Offline
Forum-Scriptor
****

Beiträge: 468
Registriert seit: Jul 2009
Bewertung 1
Beitrag: #29
RE: Kinder von einem Moslem...
Hallo Zusammen,


Taufe als Ticket ins Fegefeuer? Christen als Ungläubige? Das steht aber nicht im Koran.

Genau das ist der Punkt und Auslegungssache wie man den Koran versteht,lebt und vorgelebt bekommt.
Mein Mann ist Moslem und die Kinder würden in beiden Religionen erzogen
Er kennt die Bibel und den christlichen Glauben sehr gut,aber lebt eben als gläubiger Moslem
Er würde nie seine Kinder in nur eine Richtung erziehen ,sondern Ihnen auch den christlichen Glauben nahebringen ohne das ich als Christin das tun müsste
Es ist sein Wille denn er hat ja auch eine Christin gewollt.
Egal welchen Glauben jemand hat,es steht in keinem Koran/Bibel das man nicht tolerant sein soll und andere Religionen Sünde sind

Grüssle
Kirsche


Du kannst jemandem nur vor den Kopf schauen,aber nicht hinein!
07.11.2010 09:05
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Ahmed
Gast

 
Beitrag: #30
RE: Kinder von einem Moslem...
(07.11.2010 00:39)bastiana schrieb:  Und das ist ja auch unglaublich wichtig und bereichernd.

Weshalb ???

(07.11.2010 00:39)bastiana schrieb:  Und wenn ein Moslem eine Christin heiraten kann wird wohl eine Muslima auch einen Christen heiraten dürfen. Wo ist da der Unterschied?

Für eine gläubige Muslimin ist das unmöglich (und für ihre Eltern ebenso), mal ganz davon abgesehen, daß es auch in fast allen islamischen Ländern vom Staat her gesehen nicht möglich ist, die Gesetze stellen jeweils absolut klar, daß eine Muslimin nur einen Muslim heiraten kann, wenn die Ehe gültig sein soll.
Ein Mädchen, das z.B. in Deutschland mit der Geburt von einem muslimischen Vater die Religion "erbt" (kraft Religionsregeln) und später mal einen Christen heiratet, wird also bei einem Tunesienbesuch stets als nichtverheiratet angesehen, ihre Kinder gelten als Bastarde.

Schon allein aus diesem Grunde erkenne ich einfach nicht, wo die zwangsweise Beglückung eines Kindes mit Religion und Staatsbürgerschaft "wichtig" und vor allem "bereichernd" sein soll.
07.11.2010 19:35
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