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Schaffen wir das?
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sahar Offline
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Beitrag: #81
RE: Schaffen wir das?
(29.10.2015 11:46)Vika schrieb:  Ich kan nicht auf dieser emotioanlen Ebene diskutieren. Natürlich sollen Kriegsflüchtlinge hier unterkommen. Die Tausenden von denen, die sich die Pässe in der Türkei gekauft haben, aber bitte nicht.

Hallo Vika darf ich fragen woher du diese Information hast und kannst du den Wahrheitsgehalt belegen?
ODER soll diese Aussage vieleicht negative Emotionen gegenüber den Flüchtlingen wecken?
Hallo Kalaat, das die Trümmerfrauen nichts mit den Flüchtlingen zu tun haben ist doch klar.Es war einfach ein Beispiel das es bestimmte Situationen und Ereignisse im Leben gibt in denen es einfach nichts nützt rumzudiskutieren,sich über unabänderliche Dinge zu zermürben,sich von Ängsten einfangen zu lassen .Einem Problem muß man entgegentreten und das beste darausmachen.
Diese Menschen die irgendwie keiner haben will existieren und sie sind hier oder auf dem Weg hierher,viele sterben unterwegs,statt ängste zu schüren sollten wir uns auch dieser unabänderlichkeit stellen und diese Herausforderung der Integration zu meistern.
Das habe ich gemeint.
Ich hoffe das war jetzt nicht zu emotional.

LG sahar
29.10.2015 23:04
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Fanta Offline
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Beitrag: #82
RE: Schaffen wir das?
Ich finde du hast einen tollen und realistischen Beitrag geschrieben sahar.

Manchmal frag ich mich auch, was sind denn genau die Ängste die die Deutschen haben?
Häufig werden ja z.B. finanzielle Gründe genannt. Das man quasi sagt Deutschland hätte schon genug Menschen an der Armutsgrenze.
Da steh ich oft auf dem Schlauch und kenne mich nicht so aus und frage mich oft: Warum ist das so? Gibt es wirklich Familien in Deutschland die Hungern müssen?
Ich habe beruflich viel mit Menschen in Geldnot zu tun und häufig kommt die Aussage, dass man nicht wisse, wie man nächsten Monat sein Essen bezahlen solle.
Grundsätzlich wird ja jeder vom Staat abgesichert. Wie kommt es dann zu dieser "Armut"?
Diejenigen die auf der Straße leben haben soweit ich weiß starke psychische, Drogen oder Alkoholprobleme, so dass sie quasi durch so ein Raster fallen, weil sie sich nicht um Ihre Dinge kümmern können. Was auch schlimm ist, aber theoretisch gäbe es für dieses ja eine Lösung.
Und ich denke auch von AlgII kann man leben, wenn man sich darauf einstellt.

Wir waren gestern in einem Shoppingscenter und die Läden platzten aus allen Nähten. Da schaut man sich schon um und fragt sich: wo ist Deutschlands Armutsgrenze? Um einen herum sahen jetzt nicht alle nach Wohlverdienern aus. Sondern eben ganz normale Menschen.
Haben Deutsche wirklich zu wenig Geld oder ist es das Problem wie sie leben?
Wenn es zu wenig Wohnraum gibt sind nicht Deutsche die ersten, den dieser Wohnraum zur Verfügung gestellt würde und eher die Immigranten diejenigen sind, die sich Gedanken machen müssten?
Soweit ich das aus meiner Flüchtlingsarbeit kenne ist es dreimal so schwer für jemanden mit gebrochenem Deutsch eine Wohnung zu finden, als für einen Deutschen.
Also müssen wir Deutschen uns wirklich Gedanken um zu wenig Wohnraum machen?

Ich hab gestern mal so recherchiert, was man so in Deutschland verdient. Durchschnittsgehalt liegt ja wohl so um 2300 EUR Netto, obwohl das denke ich mal auch sehr hoch gegriffen ist. Ich bin mir nicht sicher, wieviele mit "normalen" Ausbildungsberuf tatsächlich über diesen Verdienst liegen. Jeder mit Ausbildungsberuf verdient mehr als jemand mit Alg II Anspruch. Müsste unser Unterhalt dann nicht gesichert sein?

Um was geht es sonst, wenn wir um "schaffen wir das" sprechen?
30.10.2015 08:25
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Vika
Gast

 
Beitrag: #83
RE: Schaffen wir das?
(30.10.2015 08:25)Fanta schrieb:  Um was geht es sonst, wenn wir um "schaffen wir das" sprechen?

Frag mal Merkel. Der Spruch ist ja von ihr Tongue
(29.10.2015 23:04)sahar schrieb:  
(29.10.2015 11:46)Vika schrieb:  Ich kan nicht auf dieser emotioanlen Ebene diskutieren. Natürlich sollen Kriegsflüchtlinge hier unterkommen. Die Tausenden von denen, die sich die Pässe in der Türkei gekauft haben, aber bitte nicht.

Hallo Vika darf ich fragen woher du diese Information hast und kannst du den Wahrheitsgehalt belegen?
ODER soll diese Aussage vieleicht negative Emotionen gegenüber den Flüchtlingen wecken?

bitte:

Die EU-Grenzschutzbehörde Frontex hatte bereits Anfang September vor einem regelrechten Fälschermarkt für Ausweisdokumente in der Türkei gewarnt. "Viele Menschen besorgen sich in der Türkei gefälschte syrische Papiere, weil sie wissen, dass sie dann leichter Asyl in der EU bekommen", sagte Frontex-Chef Fabrice Leggeri dem französischen Radiosender Europe 1. "Leute, die diese gefälschten Pässe benutzen, sprechen meistens Arabisch. Sie kommen aus Nordafrika oder dem Nahen Osten, sind aber Wirtschaftsflüchtlinge", so Leggeri weiter.

Quelle: n.tv.de

Und negative Emotionen gegenüber Flüchtlingen soll es natürlich nicht wecken. Eher im Gegenteil. Denn die Syrer regen sich ja selbst über die Leute auf, die mit ihnen in den Heimen sitzen, obwohl sie nicht da sein sollten. In diesen Zeiten haben Kriegsflüchtlinge nun mal den absoluten Vorrang, auch wenn es in anderen Ländern eben auch kaum Perspektiven gibt. Ich bin da BEI den Kriegsflüchtlingen und nicht gegen sie.
(29.10.2015 22:16)Kalaat schrieb:  @sahar: die "Trümmerfrauen", die nach dem Krieg geholfen haben, Deutschland wieder aufzubauen haben mit dem Flüchtlingsproblem rein gar nichts zu tun. Das war Eigeninitiative der Deutschen.
Skepsis gegenüber der Unmengen von Flüchtlingen, die nach D kommen, hat auch nichts mit Neid zutun. Das ist gesunder Menschenverstand. Es geht jetzt darum, das D stopp sagt und andere europäische Länder prozentual genauso viele Flüchtlinge aufnehmen wie D. Die Kapazitäten bei uns sind einfach erschöpft.

Sehr richtig! Nichts anderes meine ich ja auch.
30.10.2015 09:06
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sahar Offline
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Beitrag: #84
RE: Schaffen wir das?
Ich kann nur jedem PEGIDA # Watch auf Facebook empfehlen.Sehr interessant.
LG sahar
30.10.2015 10:13
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karima66 Offline
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Beitrag: #85
RE: Schaffen wir das?
Da ich momentan krank bin hab ich gerade nicht die Nerven für lange Beiträge, trotzdem möchte ich kurz schreiben.
Ich muss auch nicht alles wiederholen, wie ich anfangs in diesem Thema schon schrieb bin ich immer noch bei @Vika, alle ihre Worte unterstütze ich und hätte ich genau so geschrieben und auch @Kalaat.

Ich schließe mich bestimmt nicht irgendwelchen Stammtischparolen an und die Pegida - Hetze und Medienstimmungsmache ist bestimmt nicht das worauf ich meine Einstellung gründe.
Finde es heftig was da so für Aussagen gemacht werden....

Aber es ist ja Quatsch zu denken es gibt nur entweder oder, Pegida - Hetze oder Gutmenschentum.

Und auch wenn @sahar recht hat, dass die Menschen nun mal hier sind und man nun machen muss, geht ja gar nicht anders, aber trotzdem darf man sich ja Gedanken machen wie es mit ihnen weiter geht.

Und was da alles so abgeht.....Kriegsflüchtlinge alle aufnehmen, aber der Rest.....
Sicher ist diese Flüchtlingswelle hausgemacht und ja, es müsste dafür gesorgt werden, dass es allen Menschen gut geht auf der Welt, klar hat Jeder ein Recht darauf, aber das ist nun mal Politik und Wirtschaft, Macht und Geld die regieren und das war immer so und wird auch so weiter gehen.
Und gerade in ärmeren Ländern werden die korrupt und geldgierig wenn sie denn an die Macht kommen die vorher selbst nichts hatten.
Und wenn man nichts mehr zu verlieren hat ist man sich nur noch selbst der Nächste.
Menschen die alles verloren hatten und vor Krieg flüchten die fordern nicht eine bessere Wochnung, bessere Möbel usw......die sind dankbar, dass sie erst mal beschützt sind, neu anfangen dürfen.
Habe ein Video gesegen von einer Ungarin die 5 Jahre in einem arabsichen Land gelebt hat und arabisch sehr gut versteht, sie ist in einem der Züge mitgefahren von Budapest nach Wien.
Was sie da hören musste .......von den vielen jungen Männern, die die größte Zahl ausmachen......und die nicht aus Ländern kommen wie Ägypten, Marokko oder Tunesien in denen durch den Tourismus vieles doch schon bekannt ist, man an Europäer gewohnt ist, deren Lebensstil etwas kennt.....

Ich habe keine Angst, auch nicht um meinen Arbeitsplatz oder meine Finanzen, ich kann mit wenig leben sonst hätte ich sicher nicht in Tunesien von 300 Dinar gelebt, das durchschnittliche Nettogehalt habe ich nicht mal Brutto und das in einer Führungsposition, ist eben im sozialen Bereich und in Berlin und das bei 50h - Wochen, darum geht es nicht, aber ich erlebe jetzt schon die zunehmende Kriminalität und ich bin sicher auch da nicht ängstlich, arbeite in der Nähe vom" Kottbusser Tor", wer sich auskennt weiß wovon ich rede.
Diebstähle, Raubüberfälle, anpöbeln ist Normalität und schon ab Sommer jeden Tag normal, fällt aber auf, dass immer mehr Ausländer da rum lungern, alkoholisiert, Banden jeden Tag versuchen im Geschäft aktiv zu werden, aber wir lernen ja auch dazu.

Und das wird noch zunehmen, auch die Vermüllung, weil nämlich die meisten der jungen Männer hier nicht beruflich Fuss fassen werden und dann nur rumsitzen, unzufrieden, perspektivlos.....

Mein Alltag ist anstrengend genug und ich möchte in den wenigen Stunden am Tag die bleiben in den Jahren die ich noch hab Ruhe und ein Minimum an Sicherheit.
Jeder Flüchtling der hier leben möchte, sich integriert, sich bemüht, arbeitet, für seine Familie auch Frieden und Auskommen möchte ist mir wilkommen, egal wie viele, das schafft ein Land wie unseres.

Ich wollte damals nicht in den Westen und gehörte zu denen die einen neuen Staat aufbauen wollten, nicht BRD und nicht DDR, wurde dieser Illusionen auch beraubt, ich bin sicher nicht in ein Land wie Tunesien ausgewandert, weil ich es wirtschaftlich besser haben wollte.
Ich finde diese Meinungsstreits die sich um Wohlstand, Finanzen oder sonstwas drehen gruselig udn auch was da politisch so alles hin und her gestritten wird.
Und wenn ich die vielen Kinder sehe, jetzt bei dem Wetter, würde ich sie am liebsten alle aufnehmen, in meinen zwei Zimmern, aber mit diesen Gefühlen ändert sich nichts an der Realität.
Emotionen, egal in welche Richtung helfen nicht und es wird passieren wie es passiert......genau wie Jemand schrieb, reden wir in 6 Monaten oder besser 2-3 Jahren mal weiter.

Wurde doch länger, na ja, es bewegt einen das Thema auch wenn man krank ist.
30.10.2015 15:46
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casa2000 Offline
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Beitrag: #86
RE: Schaffen wir das?
(30.10.2015 15:46)karima66 schrieb:  ..arbeite in der Nähe vom" Kottbusser Tor", wer sich auskennt weiß wovon ich rede.
Diebstähle, Raubüberfälle, anpöbeln ist Normalität und schon ab Sommer jeden Tag normal, fällt aber auf, dass immer mehr Ausländer da rum lungern, alkoholisiert, Banden jeden Tag versuchen im Geschäft aktiv zu werden, aber wir lernen ja auch dazu.
...
So unterschiedlich ist die Wahrnehmung. Ich lebe auch in Berlin, regelmäßig in Neukölln und Kreuzberg da dort wohnhaft und habe sogar eine Erstaufnahmeheim im Haus, in dem ich arbeite und kann die Wahrnehmung vonn dir nicht bestätigen.
Diebstähle haben laut Polizei zwar zugenommen, vor allem aber in den Hotspots, an denen die "Opfer" sprich Touristen unterwegs sind. Aber das war schon immer so, in Berlin, London, Barcelona ...
Ich bin sehr froh in Deutschland zu leben, in einem Land in dem ich frei und sicher bin, in dem ich frei meine Meinung äußern kann. Ich möchte, dass das in Zukunft auch so bleibt. Daher habe ich mehr Angst vor rechten Scharfmachern oder konservativ/nationalen Brandstiftern. Ich hab aber auch großes Vertrauen in die jüngere Generation und darin, dass unsere Demokratie stärker ist als die Gegner, die jetzt laut rumstänkern und Ängste schüren.
Ich bin auch etwas älter und habe schon einiges erlebt, auch 1989/1990 hatten wir eine Flüchtlingewelle (aus der DDR) und einen heftigen Umbruch in den 90igern, auch das wurde bewältigt.
Wieso gönnen wir nicht einfach den Menschen, die es in dieses schöne Land geschafft haben, ihre Chance. Ob es eine Chance auf ein besseres Leben wird, kann keiner sagen, aber das weiss man ja nie sicher im Leben.
Wir haben diese Chance durch unsere Geburt in Deutschland bekommen, ob wir sie nutzen konnten, weiss nur der Mensch alleine. Aber er/sie hatte diese Chance.

Sure 18 [104] "Das sind die, deren Eifer im irdischen Leben in die Irre ging, während sie meinen, sie täten gar etwas Gutes."
30.10.2015 22:22
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karima66 Offline
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Beitrag: #87
RE: Schaffen wir das?
@casa2000, ich beobachte das jetzt seit vier Jahren jeden Tag, ich arbeite gerne in der Gegend und in meinem 10-köpfigen Team sind 7 Ausländer und trotzdem finde ich es zunehmend belastender.
Sicher gibt es auch Leute die sich damit wohl fühlen, gibt ja auch Leute die gerne am Görlitzer Park wohnen.
Und ich meinte ja nicht syrische Familien, sondern die Balkan - Banden und andere "Gestrauchelte" die dort täglich zu Scharen rumsitzen, saufen und einen anmachen.
Mag dich nicht stören, mich schon.
Meine ganzen Nachbarläden, alles Ausländer bis auf den Buchladen, die meine ich auch nicht.
30.10.2015 22:43
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Elfie Offline
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Beitrag: #88
RE: Schaffen wir das?
Der Regierungschef, Habib Essid, ist seit gestern, Mittwoch, 11. November 2015, in Malta im Rahmen seiner Teilnahme an dem Europa-Afrika-Gipfel zur Einwanderung in Valletta

Die Eröffnung der Arbeit dieses Gipfels fand gestern in Anwesenheit von Vertretern aus mehr als 50 Ländern statt. Das Hauptanliegen dieser Veranstaltung ist natürlich Zuwanderung.
Beachten Sie, dass die nördlichen Länder des Mittelmeer sind sich zunehmend bewusst, dass die Lösungen nicht darin bestehen in die Straßen zu blockieren...
-tunivisions.net-
12.11.2015 11:57
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