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Integration
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Anny25
Gast

 
Beitrag: #1
Integration
Ein viel genutztes Wort und doch irgendwie so leerbleibend.
Wie kann Integration in Deutschland gelingen? Wie habt ihr es vllt sogar unterstützend für eure Männer geschafft?
Wie ist es für die Flüchtlinge möglich-Musts and Donts?
13.11.2015 11:22
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Fanta Offline
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Beiträge: 1.400
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Beitrag: #2
RE: Integration
Das wichtigste ist doch gerade das, was wir in den Medien hören. keine Ghettobildung, keine Vorverurteilung von Andersartigkeit. Gegenseitiger Respekt und Akzeptanz, was wiederum nicht nur einseitig funktionieren kann. Es liegt nicht nur daran, was der Integrationswillige tut, sondern auch daran, was er tun kann. Das muss beides ineinander greifen.
Wichtig ist, dass wir als gleichwertige Menschen zusammen leben können und jeder seine Chance bekommt sofern er diese ergreift. Das bedeutet für mich Integration. Mir ist dabei egal, ob jemand sich an deutschen Ritualen beteiligt oder eben seine Landestypischen Rituale beibehält. Man muss sich der Demokratie unterordnen, aber auch ein Austausch von Multi Kulturellen Lebensvarianten kann Integration sein.
Mein Mann z.B. macht seinen Schritt, in dem er einen Sprachkurs besucht und sich einen Arbeitsplatz suchen will. Indem er sich an die Deutschen Gegebenheiten anpasst, ohne seine eigene Moral zu verletzten. D.H. offen und freundlich mit seinen Mitmenschen umzugehen usw. Ich kann dafür wenig machen denke ich, denn vieles kann man schlecht von außen kontrollieren. Die Menschen, die Ihn gleichwertig behandeln sorgen für eine gute Integration in die Gesellschaft. Das ich das als Partner tue ist ja selbstverständlich.
16.11.2015 11:44
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Licht
Gast

 
Beitrag: #3
RE: Integration
Fanta, was bitte ist an "Arbeitsplatz suchen" Integration?

Für einen jungen Mann , der dazu noch aus einer Kultur kommt, in dem es Pflicht ist, dass der er die Familie versorgt, sollte arbeiten selbstverständlich sein!
17.11.2015 08:21
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Vika
Gast

 
Beitrag: #4
RE: Integration
Dieses "Modell" Tunesier geht studieren und Frau arbeitet für den Lebensunterhalt gibt es irgendwie häufiger in Deutschland, kann das sein?
17.11.2015 12:56
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abundzu Offline
say yay!
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Beiträge: 1.323
Registriert seit: Aug 2012
Bewertung 9
Beitrag: #5
RE: Integration
Das Vorhaben einer Arbeitsplatzsuche stellt einen erstrebenswerten Punkt in der Integration dar. Der Wille und die Motivation für dieses Vorhaben zeigen schon, dass Fantas Ehemann bereit ist, sich in die neue Lebensform integrieren möchte. Intergrationswillige müssen, ebenso wie die Mehrheitsgesellschaft, unter anderem Offenheit zeigen. Durch das Erlernen der Sprache des Aufnahmelandes, durch Kenntnisse über und die Akzeptanz von herrschenden Regeln- und Rechtsnormen als auch durch die Arbeitsplatzsuche zeigen diese Menschen ihre Bereitschaft, sich zu integrieren.

Schlüssige Integrationskonzepte und die nötigen Millionen Euro werden bereits gestellt, um Menschen den Ansporn zu geben, sich zu integrieren. Viele nutzen leider diese Möglichkeit nicht.

Meiner Meinung nach ist der Schritt, den Fantas Ehemann einschlägt, der richtige Weg zu einer gelungenen Integration.
17.11.2015 14:01
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Anny25
Gast

 
Beitrag: #6
RE: Integration
(17.11.2015 12:56)Vika schrieb:  Dieses "Modell" Tunesier geht studieren und Frau arbeitet für den Lebensunterhalt gibt es irgendwie häufiger in Deutschland, kann das sein?

Ja, bei uns war das bis vor kurzem noch so. Ich war die Hauptverdienerin-mein Mann ging studieren und jobbte neben dem Studium auf 450 Euro Basis.
Letztlich ist dies ja bei nahezu allen "ankommenden Männern" so, dass die Frau erstmal die hauptsächlich Versorgende ist.Wenn er aber monatelang "nur" den Sprachkurs besucht, finde ich das auch wenig. Das sind meistens 4 Stunden am Tag-mehr nicht. Da könnte er locker noch mit Hilfsjob die Frau unterstützen, oder zumindest zuhause ALLES schmeissen.
17.11.2015 15:25
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Fanta Offline
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Beiträge: 1.400
Registriert seit: Sep 2014
Bewertung 4
Beitrag: #7
RE: Integration
(17.11.2015 12:56)Vika schrieb:  Dieses "Modell" Tunesier geht studieren und Frau arbeitet für den Lebensunterhalt gibt es irgendwie häufiger in Deutschland, kann das sein?
Ja Vika, aber ich denke das trifft auf jedes Auswanderpärchen zu. Je nachdem wer zu wem auswandert hat im Zweifel erstmal derjenige, der in dem Land lebte und die Muttersprache beherrschte auch zuerst die Arbeitsstelle. Wäre ich nach Tunesien ausgewandert, hätte ich auch erstmal die Sprache lernen und anschließend einen Arbeitsplatz finden müssen, während mein Mann schon einen hatte.

Ich bin aber guter Hoffnung, dass es nicht immer so bleibt.

Ich persönlich sehe auch die Bereitschaft Arbeit zu finden als wichtigen Punkt in der Integration an.
Jemand der zum Bsp. herkommt um dem Sozialsystem auf der Tasche zu liegen und nicht an Arbeit interessiert ist, hat es auch schwerer sich zu integrieren.

Ich kenne einen Fall, Frau arbeitete, jetzt Kinder bekommen, Mann bemüht sich nicht um einen Ausbildungsplatz, weil er Angst hat nicht gut genug Deutsch zu sprechen, sucht sich aber auch keine ungelernte Tätigkeit, da Ausbildung ja viel besser wäre. So sitzt er also schon 3 Jahre zu Hause und bezieht Hartz IV. Das ist meiner Meinung nach der erste und gravierendste Schritt zur gescheiterten Integration.
17.11.2015 15:38
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Anny25
Gast

 
Beitrag: #8
RE: Integration
(17.11.2015 15:38)Fanta schrieb:  Ich kenne einen Fall, Frau arbeitete, jetzt Kinder bekommen, Mann bemüht sich nicht um einen Ausbildungsplatz, weil er Angst hat nicht gut genug Deutsch zu sprechen, sucht sich aber auch keine ungelernte Tätigkeit, da Ausbildung ja viel besser wäre. So sitzt er also schon 3 Jahre zu Hause und bezieht Hartz IV. Das ist meiner Meinung nach der erste und gravierendste Schritt zur gescheiterten Integration.

Die Bereitschaft "Arbeit zu finden" ist auf jeden Fall der erste wichtige Schritt- der zweite wichtigere Schritt ist jedoch eine Arbeit auch anzunehmen und durchzuhalten- gerade dann, wenn sie vllt auch noch nicht die gewünschte Idealarbeit ist.
Viele Männer kommen ja auch hierher und denken, dass sie direkt die Tausender einsacken und der deutsche Arbeitsmarkt nur auf sie gewartet hat.
Meist ist aufgrund mangelnder Sprachkenntnis und Qualifikation aber erst einmal die Hilfs-Arbeit in Restaurantküche, Lieferdienst und Co. angesagt- dazu sind sich dann viele zu fein und lassen die Frau ran.
Leider spielen auch oft Unpünktlichkeit eine Rolle oder manche fühlen sich angegriffen, wenn sie vom Chef mal ein härteres Wort zu hören bekommen und halten nichtmal die Probezeit durch.
17.11.2015 16:44
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Vika
Gast

 
Beitrag: #9
RE: Integration
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Meist ist aufgrund mangelnder Sprachkenntnis und Qualifikation aber erst einmal die Hilfs-Arbeit in Restaurantküche, Lieferdienst und Co. angesagt- dazu sind sich dann viele zu fein und lassen die Frau ran.
Leider spielen auch oft Unpünktlichkeit eine Rolle oder manche fühlen sich angegriffen, wenn sie vom Chef mal ein härteres Wort zu hören bekommen und halten nichtmal die Probezeit durch.




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krass...wie oft ich schon während des Studiums in einer Spülküche gestanden habe. Auch abends putzen neben der Ausbildung...Naja, sind wohl auch nicht alle so drauf.
17.11.2015 18:51
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Anny25
Gast

 
Beitrag: #10
RE: Integration
(17.11.2015 18:51)Vika schrieb:  krass...wie oft ich schon während des Studiums in einer Spülküche gestanden habe. Auch abends putzen neben der Ausbildung...Naja, sind wohl auch nicht alle so drauf.

Wem sagst du das...ich habe auch die Pommesbraterei im Sommer in Schwimmbadküchen für 6,50 Euro Stundenlohn hinter mir....und dann später die 8-Std-Schichten Job im Kundenservicebüro der DB...da hat man dann nach ner morgendlichen Vorlesung auch noch Lust drauf Smile
Aber viele sind da eben auch anders drauf...
17.11.2015 18:54
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