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Nach 7 Jahren alles vorbei
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kati242003 Offline
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Beitrag: #1
Nach 7 Jahren alles vorbei
Hallo zusammen,
War schon lange nicht mehr, aber nun habe ich grund zu schreiben.

Wir haben uns 2010 auf Djerba kennengelernt und 2011 geheiratet. Anfang 2012 kam er dann nach Deutschland.
Wir hatten eigentlich recht viel Glück, innerhalb von 4 Monaten hatte er seinen ersten Job und hatte es sogar 2015 zu einem sehr gut bezahlten Job im Aussendung geschafft.

Nach 2 Fehlgeburten im Januar 2014 und im August 2015 bekamen wir im Juli 2016 unser Wunschkind. Wir zogen in eine für Münchner Verhältnisse sehr gute preiswerte 3 Zimmer Wohnung.
Da ich Elterngeld bekam einigten wir uns drauf das er die Miete an mich zahlt, da sie als genossenschaftsmitglied von meinem Konto abgebucht wird.
Das ging nicht lange gut, immer mal wieder konnte er mir aufgrund diverser Gründe das Geld nicht geben.
Seit März kam dann gar nichts mehr und er hatte immer wieder neue Erklärungen warum. Ich steckte knietief im dispo, konnte mir nichts mehr kaufen,.. Im März klaut er meine Kreditkarte aus dem Geldbeutel und hob 800€ ab. Ich bemerkte das erst, als ich an der Kasse im Supermarkt stand und nicht bezahlen konnte..
Früher hatte er auch immer mal Geld verloren aber ich hab mir nie was bei gedacht.. Ich dachte, die sind es nicht anders gewöhnt, mit Geld in der Hosentasche einzukaufen, da die meisten da unten kein Konto haben.
Jedenfalls ist er, nachdem wir uns letzten Donnerstag wieder gestritten haben, gegangen. Er hat einen Abschiedsbrief hinterlassen und weil ich dachte, er bringt sich um, habe ich ihn von der Polizei suchen lassen. Freitag Ortete man ihn in Frankreich. Er hat per what's app zugegeben, daß er spielsüchtig und krank ist.
Ich bin am Boden zerstört. Auf der einen Seite hat er massiv mein Vertrauen missbraucht über mindestens 3 Jahre, auf der anderen Seite mache ich mir Sorgen um ihn, weiss nicht wie es ihm geht und was er jetzt macht. Könnte mir egal sein, ist es aber nicht. Er war meine große Liebe. Unsere Ehe ist stück für Stück zerbrochen und ich steh jetzt mit unserem 15 monate alten Sohn alleine da. Nicht das ich es nicht auf die Reihe kriege, es tut nur so weh.
19.10.2017 19:46
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Elfie Offline
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Beitrag: #2
RE: Nach 7 Jahren alles vorbei
Das ist ja richtig traurig für Dich/Euch, tut mir leid.
Nun ja, sowas (krank bzw. süchtig) kann niemand im voraus sehen bzw. ahnen. Jedenfalls hast Du Deine Liebe gelebt. Mach Dir nicht zu viel den Kopf nun, oder hoffst Du auf Gesundung......
20.10.2017 11:39
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Alina19 Offline
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Beitrag: #3
RE: Nach 7 Jahren alles vorbei
Tut mir auch leid, dass es so geendet ist. Trennungen sind niemals schön. Wichtig ist, dass du dir klar machst, dass es halt einfach auch momentan das Beste für dich bzw euch ist.
In einer unbefriedigenden Beziehung zu stecken, ist denke ich mal noch belastender. Dann lieber ein Ende mit Schrecken.
Versuche nach vorne zu schauen und abzuschließen anstatt dir jetzt noch um deinen Ex Partner Gedanken zu machen.

Liebe Grüße
Alina
20.10.2017 12:32
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kati242003 Offline
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Beiträge: 81
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Beitrag: #4
RE: Nach 7 Jahren alles vorbei
Ja es stimmt, es ist belastend, in einer Beziehung zu stecken wo man unzufrieden ist. Mein Ton ihm gegenüber war in letzter Zeit auch dementsprechend. Was mir aber trotzdem leid tut. Vernünftig gesehen ist es do besser bevor ich mit kleinkind auf der Straße lande.
Es ist nur traurig zu sehen wie andere familienväter mit ihrem Nachwuchs einrollen. Meine zwei hatten auch ein ganz enges Verhältnis zueinander. Mei Sohn fragt ständig nach ihm auch wenn er noch nicht nachvollziehen kann, warum der Papa nicht da ist. Ich hoffe manchmal auf Gesundung aber so schnell geht das nicht und selbst wenn wäre die frage ob wir je wieder eine vernünftige Ehe führen könnten. Wahrscheinlich nicht. Beim kleinsten fing würde wahrscheinlich der Alarm in mir losgehen. Ich hätte ja gesagt, eine Weile Abstand er kriegt seine Probleme in den Griff und kann sein Kind regelmäßig sehen aber er hat es vorgezogen zu gehen und meldet sich auch nicht. Dann sind wir ihm wohl doch nicht so wichtig wie er geschrieben hat. Ich habe mir vorgenommen, ihm nun nicht mehr zu schreiben und ihn in Ruhe zu lassen. Vielleicht komm ich auch irgendwann damit klar..
20.10.2017 13:38
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Alina19 Offline
Forum-Scriptor
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Registriert seit: Sep 2013
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Beitrag: #5
RE: Nach 7 Jahren alles vorbei
Hallo Smile

Also mit einem eventuellen Neuanfang nach einer Trennung wäre ich vorsichtig, weil du meintest du hoffst auf Besserung. Klar, eine Garantie gibt es nicht, aber Ich kenne so einige, die es nochmal miteinander probiert haben. Geklappt hat es nur in einem Fall einer Bekannten die sich nach einem Jahr getrennt hat, zwischenzeitlich dann eine andere Beziehung hatte und es nach zwei Jahren nochmal mit ihrem Ex probiert hat. Die beiden haben mittlerweile eine gemeinsame Tochter Smile
Alle anderen haben sich leider irgendwann erneut (endgültig) getrennt.
20.10.2017 13:59
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karima66 Offline
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Beitrag: #6
RE: Nach 7 Jahren alles vorbei
Hallo @kati,

erstmal tut es mir natürlich auch leid, dass es so gekommen ist und ich plädiere normalerweise nie für eine Aufwärmung einer Beziehung nach Trennung.
Aber auch wenn die Auswirkungen der Sucht dich fast ruiniert haben und du da sicher misstrauischer sein wirst in Zukunft so kann man es schaffen eine Sucht in Griff zu bekommen, wenn er es will und eure Familie es ihm wert ist.
Krank bleibt er immer, er wird die Sucht sein lebenlang bekämpfen müssen, manchmal gibt es Ersatzsüchte, also nicht mehr das Spiel, sondern andere Süchte.
Ob ich die Kraft hätte das zu leben mit einem Kleinkind weiß ich nicht.
Ohne festen Willen und Therapie wird er es nicht schaffen.
Wenn du aber noch Gefühle für ihn hast bzw. er dir nicht egal ist dann versucht zumindest Eltern zu bleiben und schütze dich finanziell, aber je nachdem wie er sich verhält guck mal wie es geht wenn ihr nach einer Zeit der Distanz euch wieder seht.
Jetzt ist da viel Wut und Enttäuschung, mit Abstand kann man dann besser nachdenken was man will.
Eine Chance gäbe es natürlich nur wenn er wirklich suchtkrank ist, man kann auch Geld verhökern,spielen ohne krank zu sein.
Und wenn er gewillt ist dran zu arbeiten, er über lange Zeit dann suchtfrei bleibt, Bedingungen die es ihm leichter machen akzeptiert, deutlich zeigt, dass er sich bemüht.
Ob du ihm da noch eine Chance geben möchtest kannst nur du rausfinden.

Jetzt erstmal viel Kraft die Wendung zu verarbeiten, die Traurigkeit zuzulassen, schau was für dich und das Kind das Beste ist, lass dir Zeit, wenn es dich interessiert belese dich über die Suchtkrankheit.

Alles Gute wie auch immer!
20.10.2017 17:31
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kati242003 Offline
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Registriert seit: Jan 2011
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Beitrag: #7
RE: Nach 7 Jahren alles vorbei
Hallo nochmal an alle, die geantwortet haben.
Ich gebe Euch allen recht, es ist nur schwer vernünftig zu sein bzw zu akzeptieren, das es vorerst vorbei ist.
Ich denke da muss Ruhe einkehren und vielleicht gibt es irgendwann in der Zukunft die Option, Eltern auf vernünftiger Basis zu sein, und einen freundschaftlichen Weg zu gehen. Unserem Kind zuliebe. Aber die Bedingung ist, daß er seine Probleme in den Griff kriegt und das muss er wollen. Ein Neuanfang auf paar Basis wird schwierig und ja die Sucht wird Bleiben. Es ist mit Alkohol und drogensucht vergleichbar. Ein trockener Alkoholiker wird auch immer Alkoholiker bleiben. Wie gesagt, ich Weiss nicht wo er ist und was er macht. Er hat 3 pullover, ein bisschen Unterwäsche eingepackt in einen kleinen Koffer und hat auch noch die hausschlüssel. Ich habe heute das Schloss austauschen lassen, habe alle seine Sachen in den Keller geräumt, was ein sehr trauriger Anblick ist. 7 gemeinsame Jahre (auch wenn es nur Klamotten aber auch Unterlagen sind) stehen im Keller.
20.10.2017 17:56
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Fanta Offline
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Beitrag: #8
RE: Nach 7 Jahren alles vorbei
Hallo Kati,

Das ist wirklich sehr traurig.Sad unser Sohn ist ungefähr genauso alt und es ist bereits in der Vorstellung schmerzlich sich vorzustellen dass der Papa für ihn nicht mehr da wäre. Aber damit stehst du in unserer Gesellschaft glücklicherweise nicht alleine dar. Oder man muss viel mehr sagen leider ist es so, dass es sicherlich vielen anderen auch so geht. Also auch viele Kinder die ohne einen anderen Elternteil aufwachsen. Das wird nicht Leicht sein aber wie viele andere ElternTeile wirst auch du euren weg gehen.

Ich würde auch nicht über eine Rückkehr zu deinem Mann nachdenken. So viele Instabilität wie der kleine jetzt verkraften muss kann er dies vielleicht überwinden wen du ihm jetzt ein stabiles Familienleben und eine glückliche Kindheit ermöglichst. Das wird jetzt entscheident für seine Persönlichkeit und seine Zukunft sein! Wie soll sich euer Kind entwickeln wenn er zwischen Spannungen, Streit der Eltern, geldnot und suchtkrankheit des Vaters aufwachsen muss.
21.10.2017 12:17
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